Mental Health@work Previous item New Work: Arbeit, die zum... Next item Achtsamkeit in Unternehmen

Mental Health@work

Das Thema Mental Health steht vor allem im beruflichen Kontext zunehmend im Fokus der Gesellschaft. Warum Unternehmen sich mit der Gesundheit ihrer Mitarbeiter mittlerweile fast zwangsläufig auseinandersetzen müssen und wie das Thema Mental Health@work angegangen werden kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Während das Thema mentale Gesundheit früher ein eigenständiger Bereich im Privatleben war, so kann er aus dem beruflichen Kontext heutzutage nicht mehr ausgeklammert werden. In der Vergangenheit wurde das Thema in der Regel eher tabuisiert, doch heute setzen immer mehr Firmen auf ein betriebliches Gesundheitsmanagement und sind im Zuge dessen zunehmend auch für das Thema mentale Gesundheit sensibilisiert Nicht zuletzt hat auch die Corona-Pandemie dazu beigetragen, das Thema in den Fokus zu rücken. Aus einer Befragung deutscher Arbeitnehmer geht hervor, dass die meisten das Jahr 2020 als das bislang stressigste Jahr überhaupt wahrgenommen haben.

  • 52 % der Befragten verspürten mehr Stress und Angst am Arbeitsplatz als je zuvor.
  • Des Weiteren gaben rund 68 % an, dass ihre mentale Gesundheit gelitten hat.

Nicht selten ergab sich dadurch noch mehr Stress, wodurch die Symptome noch weiter verstärkt wurden. Die Ursachen sind unterschiedlich und betreffen sowohl die Angst um den Arbeitsplatz an sich als auch die Arbeitsbedingungen, die sich durch häufige Ausfälle, Home Office, verstärkte Hygienemaßnahmen und weitere Umstrukturierungen im Jahr 2020 stark verändert haben.

Interessant ist aber, dass nach einem stetigen Anstieg der Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren, es in 2020 erstmals wieder ein Rückgang der psychisch bedingten AU-Fälle gegeben hat. Gleichzeitig stieg bei den einigen Erwerbstätigen, die wegen psychischer Probleme im Betrieb fehlten, aber die durchschnittliche Dauer der Erkrankung.

Mental Health@ work – WIN-WIN für alle

Längst nicht alle Arbeitgeber gehen auf das Thema ein, obwohl es sich doch eigentlich um eine absolute WIN-WIN-Situation für alle handelt. Gesunde und zufriedene Arbeitnehmer bringen auf der Arbeit selbstverständlich mehr Leistung und Arbeitseinsatz, als Arbeitnehmer, die stets unter Stress stehen und um ihren Arbeitsplatz bangen. Sehr viele Arbeitgeber sind sich über die Auswirkungen eines schlechten mentalen Gesundheitszustandes auf die Leistung jedoch nicht genug im Klaren, weshalb einige noch immer keine Zeit für betriebliche Gesundheitsförderung investieren wollen. Damit machen sie jedoch einen großen Fehler, da weniger der Zeitaufwand, sondern vielmehr die Intensität bei der Arbeit einen Einfluss auf das Ergebnis hat. Wer als Arbeitgeber betriebliches Gesundheitsmanagement ernst nimmt und sich auch in der Praxis durch entsprechende Maßnahmen wie z.B. flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten oder psychologische Online-Coaching aktiv um das Wohlergehen seiner Mitarbeiter*innen kümmert, der sorgt nicht nur dafür, dass die Angestellten zufriedener sind, sondern bringt damit gleichzeitig den Erfolg seiner Firma voran. Denn: mental gesunde Mitarbeiter*innen sind auch resilienter und somit krisenfester.

Clevere Unternehmer setzen Maßnahmen zur Steigerung des Wohlbefindens ihrer Mitarbeiter ein

Wer als Arbeitgeber offen für das Thema Mental Health ist, und es nicht als lästiges Beiwerk zum Menschsein betrachtet, der investiert auch Zeit und Geld, um den mentalen Gesundheitszustand seiner Angestellten zu verbessern. Dazu gehört beispielsweise der regelmäßige Austausch in Form von Gesprächen. Jeder Angestellte möchte wertgeschätzt und verstanden werden. Die Möglichkeit, Feedback mitzuteilen, steigert die Entwicklungsmietmöglichkeiten im Job. Kommunikation unter Angestellten und Vorgesetzten, sowie Kommunikation unter Kollegen und Kolleginnen ist somit die wichtigste Grundlage für ein gut funktionierendes System.

Aber auch das Thema Talentmanagement ist wichtig für die mentale Gesundheit. Kann ich meine Talente, Passionen Ideen mit einbringen und sie ein Stück weit auch leben? Oder führe ich nur aus? Habe ich das Gefühl wichtig zu sein, einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten?

Darüber hinaus spielen selbstverständlich auch eine gesunde Work-Life-Balance, familienfreundliche Arbeitszeiten (Integration Beruf und Familie) sowie erholsame Pausen eine wichtige Rolle. Zudem können spezielle Tage zur Förderung der Mitarbeiter-Gesundheit eingeführt werden. Auch wenn hierdurch Arbeitszeit verloren geht, lohnt sich diese Investitionen mehr, als die meisten Arbeitgeber annehmen würden.

Nichtsdestotrotz sind Arbeitnehmer*innen auch selbst gefragt und gefordert, sich um ihre mentale Gesundheit aktiv zu kümmern. Dazu gehört beispielsweise auch, zu sagen was man/frau gerade braucht, was einen überfordert wie man sich fühlt und: Grenzen zu setzen. Eine klare Kommunikation kann hier helfen. Wichtig ist auch, dass kommunizierte Grenzen dann auch von einem selbst eingehalten werden, damit das Gegenüber einen auch ernst nimmt. Konfliktfähigkeit und eigene Selbstreflexion sind ebenfalls förderlich.

Fragen? Anregungen?

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet