Mental Health Previous item Achtsamkeit in Unternehmen Next item Resilienz

Mental Health

Das Thema Mental Health wird nicht nur im Berufsalltag, sondern auch im Privatleben zunehmend wichtiger. Nicht zuletzt resultiert auch das Wohlbefinden und die innere Zufriedenheit im Privatleben aus der Zufriedenheit im Beruf und umgekehrt. In diesem Artikel erfahren Sie, was man unter dem Begriff versteht, durch welche verschiedenen Aspekte sich der psychische Gesundheitszustand zusammensetzt und warum das Thema gerade in der heutigen Gesellschaft so wichtig ist.

Was versteht man unter Mental-Health?

Der Begriff „Mental-Health“ kommt offensichtlich aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „psychische Gesundheit“. Dieser Begriff umfasst wiederum unser psychologisches, emotionales und soziales Wohlbefinden. Es beeinflusst dabei nicht nur unser Denken, Fühlen und Handeln, sondern bestimmt auch, wie wir mit Stress umgehen und auf welche Art und Weise wir Entscheidungen treffen. Letztendlich hat der Gesundheitszustand unserer Psyche auch einen entscheidenden Einfluss darauf, wie wir unsere Beziehungen leben.

Wodurch wird psychische Gesundheit beeinflusst?

Es gibt verschiedene Faktoren, die zu psychischen Gesundheitsproblemen führen können. Der Zustand unseres psychischen Wohlbefindens hängt deshalb von mehreren Säulen ab. Zum einen sind hier vorneweg die Lebenserfahrungen zu nennen. Sehr prägend ist natürlich unsere Kindheit, die Erfahrungen während des Heranwachsens, innerhalb der Schule, der Peergroup usw. All diese Erfahrungen zusammen tragen sehr entscheidend zu unserem Selbst-aber auch Fremdbild bei.  Somit ist auch klar, dass Menschen, die Opfer eines Verbrechens oder Missbrauchs geworden sind oder ein anderes Trauma erlebt haben, häufiger psychische Probleme haben als andere. Jedoch hat nicht jeder, der einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat, automatisch einen schlechten psychischen Gesundheitszustand. Wie sich diese Dinge langfristig auf unsere Psyche auswirken, ist sehr unterschiedlich. Es müssen auch gar nicht so schwerwiegende Vorkommnisse sein, die zu psychischen Problemen führen. Die Familiengeschichte spielt in der Tat eine zentrale Rolle, wenn es um den psychischen Gesundheitszustand geht. Unsere Liebes-Beziehungen haben ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Alles, was wir nicht aufarbeiten-aus unserer Kindheit oder traumatischen Erfahrungen-, beeinflusst uns und steuert unser Verhalten (häufig hauptsächlich unbewusst) gegenüber anderen Menschen. Das Tragische daran: wir wiederholen diese sogenannten neurotischen Muster, weil sie das sind, was uns vertraut sind und weil wir uns durch sie immer wieder das früh Erlernte bestätigen. Selbst dann, wenn es etwas Destruktives ist und wir dadurch unglücklich sind. Dies kann sowohl in privaten Beziehungen als auch im Berufsleben zum Tragen kommen und leider zu enttäuschenden oder schmerzhaften Erlebnissen führen. Oft fragen sich Betroffene: „Warum passiert mir das immer wieder?“ Die gute Nachricht: Es gibt einen Ausweg. Wenn wir lernen, wer wir sind, warum wir so sind und natürlich, wenn wir aus unseren Erfahrungen lernen. Zudem ist das Gehirn in der Lage, durch neue, positive Erfahrungen auch neue neuronale Verknüpfungen herzustellen. Das ermöglicht tatsächlich auch eine Verhaltensänderung. Diese ist allerdings mit Aufwand, Arbeit, Übung aber auch konstanter Wiederholung verbunden

Aber auch biologische Faktoren wie Gene oder die individuelle Chemie des Gehirns nehmen Einfluss auf unsere mentale Gesundheit. Wie stark diese Aspekte die Psyche des Menschen beeinflussen, ist allerdings sehr unterschiedlich. Es gibt relativ plötzlich auftretende Veränderungen in der Hirnchemie, die zu psychischen Problemen oder Erkrankungen führen können. Die Auslöser und Ursachen hierfür sind noch nicht genau erforscht. Diskutiert werden Veranlagungen, Trigger, hormonelle Veränderungen, Nährstoffmangel und Medikamente.

Auffällig ist, dass die Anzahl der Menschen, die psychische Gesundheitsprobleme haben, kontinuierlich ansteigt.

Welche Rolle spielt psychische Gesundheit in der Gesellschaft?

Wenn es um den Gesundheitsstatus geht, so wird die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und die Art und Weise unseres Denkens ein immer wichtiger werdendes Thema. Gerade in den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich in unserer Gesellschaft einiges verändert. Unser Leben ist immer schneller und technischer geworden. Die Digitalisierung hat zu einigen Umstrukturierungen geführt und längst nicht alle Menschen sind der Geschwindigkeit und den Anforderungen dieser Veränderungen gewachsen. Hinzu kommen weitere gesellschaftliche und zwischenmenschliche Entwicklungen, wie beispielsweise die Gleichstellung von Mann und Frau, der Anspruch von beiden Geschlechtern, sich auch im Beruf zu verwirklichen, Ziele zu erreichen, Erfolg zu haben und trotzdem eine Familie zu gründen. Sowohl im Privat-, als auch im Berufsleben sind wir zunehmend neuen Herausforderungen oder Doppelbelastungen ausgesetzt, die wir meistern müssen. Somit sind nicht die Menschen in den letzten Jahren weniger widerstandsfähig geworden – Es sind vielmehr die Anforderungen, die in hoher Geschwindigkeit gestiegen sind. Die sechs mentalen Grundbedürfnisse des Menschen (nach Tony Robbins):

  • Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit
  • Bedürfnis nach Abwechslung und Herausforderung
  • Bedürfnis nach Anerkennung
  • Bedürfnis nach Liebe und Verbundenheit
  • Bedürfnis nach Wachstum
  • Bedürfnis einen Beitrag zu leisten

werden heutzutage oft nicht oder nicht hinreichend erfüllt.

In dieser Kategorie wird es auch darum gehen, das Thema Mental Health zu enttabuisieren. We are only human und wir sind auch mal schwach, hilflos oder verängstigt. All das darf sein. Und auch, wenn es mal zu einer Erkrankung kommt, ist das kein Grund sich zu schämen. Es sind Erkrankungen wie andere auch. Nur, dass man sie von außen oft nicht sehen kann. Es gibt Hilfe. Wir sollten uns helfen-gegenseitig.

Wir möchten aufklären, Tipps und Anregungen geben, wie man seine mentale Gesundheit schützen und fördern kann. Was uns alles mental gesund oder krank macht. Was uns hilft, uns weiterbringt und uns zu besseren Mitmenschen macht.

Unsere mentale Gesundheit ist ebenso wichtig wie unsere physische und bedarf, genau wie die physische, Fürsorge und Pflege. Nicht ist selbstverständlich-weder das eine noch das andere.

Fragen? Anregungen?

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet