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Bewegung ist Medizin

Unser Körper ist „made to move“.

Bewegung liegt uns in den Genen. Der Steinzeitmensch lief im Schnitt ca. 15 bis 25 km/ Tag.
Heutzutage kommen wir im Schnitt gerade mal auf 3,5.

Dabei ist Bewegung für unseren Körper, aber auch für unsere Psyche essenziell.

Körperliche Inaktivität verursacht eine Vielzahl von heutigen „Volkskrankheiten“. Eine schlechte Ernährungsweise verstärkt diesen Effekt dann noch. Die Palette reicht von Adipositas, Arteriosklerose, Bluthochdruck über Diabetes, Darmträgheit bis hin zu und orthopädischen Problemen.

Auch in der Medizin wurde erkannt, dass Schonung nicht immer gut ist. Selbst nach einer schweren Krankheit oder Operation ist man heutzutage dazu übergegangen, die Patienten möglichst schnell wieder zu bewegen und in die Bewegung zu bringen.

Aber welche positiven Effekte hat Bewegung jetzt genau?

Zunächst schauen wir uns die rein physiologischen Effekte an:
Körperliche Bewegung fördert die Durchblutung, bringt den Kreislauf in Schwung und bewirkt die Aktivierung, das Aufbauen oder den Erhalt von Muskulatur. Hierbei muss man natürlich differenzieren: ein regelmäßiger Spaziergang baut deutlich weniger Muskulatur auf, als wenn ich regelmäßig joggen gehe oder Fitnessübungen oder Krafttraining mache. Trotzdem wird der klassische Spaziergang gern unterschätzt. Ist er doch sehr sehr wertvoll für unsere Gesundheit. Dabei gilt: je länger und zügiger, desto besser.

Mit Bewegung lassen sich außerdem steife oder schmerzende Gelenke oft wieder aktivieren-egal in welchem Alter. Und das Tolle ist: Der Mensch kann bis ins hohe Alter Muskulatur aufbauen!

Ab dem 30 Lebensjahr nimmt unsere Muskelmasse nämlich ab. Wenn wir nicht gegensteuern und aktiv etwas tun, atrophiert sie. Besonders natürlich bei Inaktivität. Aber selbst bei moderater Aktivität. Deshalb ist Sport und auch Krafttraining, das oft zu Unrecht verurteilt und als reines Bodybuilding abgetan wurde, sehr wichtig, um die Muskulatur aufzubauen, zu erhalten und somit das Skelettsystem zu entlasten. Unser Körper und seine einzelnen Teile verschleißen genauso wie z.B. ein Teil am Fahrrad oder Auto, das nach gewisser Zeit ausgewechselt werden muss. Wenn wir ihn also nicht unterstützen, wird sich dieser Verschleiß schneller und deutlicher zeigen.

Und noch etwas:  Bewegung und Sport fördern den Abbau von „Abfallprodukten“ in unserem Körper. Die Aktivität aller Organe wird angeregt und verbessert.

Sport oder eben auch ein ausgedehnter Spaziergang führen zudem zu einem besseren Schlaf und mehr Stressresistenz. Denn: wir können Stress am besten durch Bewegung abbauen. Die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin dienten in der Steinzeit hauptsächlich dazu, uns auf Kampf oder Flucht vorzubereiten- beides ist mit Bewegung verbunden. Fällt das weg, verbleiben die Stresshormone in unserem Körper und können lange nicht abgebaut werden. Die Folge: wir fühlen uns schlecht, sind manchmal sogar aggressiv und es hat allgemein negative Auswirkungen auf unsere Psyche. Bewegen wir uns aber nach stressigen Situationen, wie z.B. einem Streit, einem Konflikt, einer unangenehmen/ stressigen Situation, dann hat der Körper die Chance diese Stresshormone relativ schnell wieder abzubauen und wir können „runterkommen“ und uns beruhigen. Wir finden also schneller wieder zu unserer inneren Balance zurück

Bewegung steigert außerdem nachweislich unsere Immunabwehr und fördert die Ausschüttung von Glückshormonen, sogenannten Endorphinen. Besonders Ausdauersportarten wie Laufen (Runner´s High) oder auch Rad fahren sind dafür bekannt. Aber auch Krafttraining führt in gewissen Maßen zu einer Ausschüttung. Wir fühlen uns nach dem Training gut, stark, oft auch attraktiver.

Mit Bewegung oder auch gezieltem Sport können Krankheiten des Bewegungsapparates wie Arthrose, Rheuma, Gicht, Osteoporose, Rücken-, Schulter-, Nacken- und auch Kopfschmerzen gelindert oder positiv beeinflusst werden. Im Falle der Osteoporose aber auch bei Rückenleiden wirkt Sport und besonders auch der Muskelaufbau sogar präventiv.

Wirklich jede Form von Bewegung ist wichtig. Besonders entscheidend ist somit auch die Bewegung im Alltag: der Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen. Die Treppe statt dem Fahrstuhl. Der tägliche Spaziergang, die paar Kniebeugen zwischendurch etc.

Die psychischen Auswirkungen von Bewegung

Wir kennen das alle: wir fühlen uns schlecht, schlapp, lustlos, genervt oder aber rauch wütend, traurig, überfordert. Dann gehen wir eine Runde laufen, schwingen uns aufs Rad, sausen durch den Wald oder machen unsere Fitnessübungen und schon geht es uns besser.

Eben durch den bereits erwähnten Abbau von Stresshormonen, die Ausschüttung von Glückshormonen aber auch die Konzentration weg von unseren Sorgen auf unseren Körper, die Bewegung, die Aktivität. Das bewirkt wahre Wunder.

Sport kann sogar bei einer leichten Depression helfen. Es gibt Studien die belegen, dass Menschen, die an einer leichten Depression erkranken und regelmäßig Sport treiben sowie auf eine gesunde Ernährung achten, seltener Medikamente brauchen und die Krankheit trotzdem überwinden können

Sport/ Bewegung wirkt außerdem angstlindernd.

Fakt ist: Bewegung tut uns allen gut-egal in welcher Position oder in welchem Alter wir sind. Egal, ob wir Arbeitnehmer*innen oder Arbeitgeber*innen sind. Wir alle haben eine Eigenverantwortung für unseren Körper, für unsere Gesundheit.

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